Aktuelles / Leitartikel


Wenn der Schmerz im Kopf beginnt

Tag der Rückengesundheit widmet sich psychischen Ursachen von Rückenbeschwerden



Viel Bewegung und die richtige Haltung
können Rückenschmerzen vorbeugen. Foto: DGK

(dgk) Der 9. Tag der Rückengesundheit am 15. März steht in diesem Jahr unter dem Motto „Der Rücken beginnt im Kopf“ und soll zu einem veränderten Umgang mit Rückenschmerzen führen. Organisiert wird der Gesundheitstag vom Deutschen Grünen Kreuz (DGK) mit Unterstützung des Bundesverbandes der deutschen Rückenschulen (BdR) und der Aktion Gesunder Rücken (AGR).

Mehr als 30 Prozent der Erwachsenen in Deutschland leiden unter akuten Rückenschmerzen, mehr als die Hälfte hatte zumindest im letzten Jahr Beschwerden und über 80 Prozent der Bevölkerung kennen Probleme mit dem Rücken aus eigener Erfahrung. Wer bereits einmal Rückenschmerzen hatte, wird wieder welche bekommen. „Da Rückenschmerzen ein weit verbreitetes und vor allem wiederkehrendes Phänomen sind, müssen sich Betroffene damit auseinandersetzen und nicht davor weglaufen“, sagt Dr. Dietmar Krause vom DGK, der Organisator des Gesundheitstages. „Unser Ziel ist es, die Hilfe zur Selbsthilfe zu stärken und über Möglichkeiten der Therapie und Vorbeugung zu informieren“, sagte Dr. Dietmar Krause vom Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK), das den Rückentag jedes Jahr organisiert.

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Ursachen sind vielfältig. Oft lösen ungewohnte oder einseitige, muskuläre Belastungen die Rückenbeschwerden aus. Aber auch Stress, Zukunftsängste, Sorgen um die Familie und andere psychische Herausforderungen können für Rückenschmerzen verantwortlich sein. „Meist sind es mehrere Gründe, die den Rücken belasten. Eine erfolgreiche Vorbeugung oder Therapie muss deshalb entsprechend umfassend sein. Das Konzept der Neuen Rückenschule verfolgt deshalb den bio-psycho-sozialen Ansatz“, erklärt Ulrich Kuhnt, Vorstandsmitglied des BdR in Hannover. Wichtige Elemente der Neuen Rückenschule sind das Hinführen zu regelmäßiger körperlicher Aktivität im Alltag sowie das Erlernen von Stressbewältigungsstrategien. Außerdem wird vermittelt wie das persönliche Umfeld rückenfreundlich zu gestalten ist.

„Wenn der Rücken schmerzt sollte dies kein Angstgefühl auslösen, sondern ein Signal sein, sich mehr um seine körperliche und seelische Gesundheit zu kümmern“, fordert Dr. med. Jan-Peter Jansen, Ärztlicher Leiter des Schmerzzentrums Berlin. „Wie ein Schnupfen, so sind auch Rückenschmerzen nichts ungewöhnliches. Über 90 Prozent der Beschwerden sind muskulär bedingt und verschwinden nach ein paar Tagen wieder“, so der Schmerzexperte. Gegen akute Schmerzen helfen meist Entlastungslagerungen, kurzzeitige Ruhe und Wärme. Starke, druckempfindliche Muskelverhärtungen lassen sich durch eine Triggerpunktbehandlung therapieren. Die aus der Krankengymnastik bekannte Methode können Betroffene mit Hilfe des Myo-Trigger-Boards auch zu Hause selbst anwenden.

Tipps zur Vorbeugung

Die meisten Rückenschmerzen entstehen durch falsche Bewegungsabläufe oderDie meisten Rückenschmerzen entstehen durch falsche Bewegungsabläufe oder Fehlhaltungen. Ein schlechter Bürostuhl oder ein durchgelegenes Bett tun ihr Übriges dazu. Mehr Bewegung im Alltag und ein rückenfreundliches Mobiliar im beruflichen oder häuslichen Umfeld können Rückenschmerzen vorbeugen. Die ständige und vor allem starre Sitzhaltung ist für die Wirbelsäule eine große Belastung. Im Büro und zu Hause sind daher Schreibtischstühle notwendig, die der Wirbelsäule genug Halt geben und dabei gleichzeitig Bewegung zulassen. Die Rückenlehne muss eine Wölbung im Bereich der Lendenwirbelsäule haben, um diese zu unterstützen und das Abkippen des Beckens zu verhindern. Die Höhe der Lehne sollte mindestens 45 cm von der Sitzfläche bis zur Lehnenoberkante betragen, damit auch die Brustwirbel beim Zurücklehnen entlastet werden. Eine anatomisch geformte Sitzfläche verhindert das Herausrutschen aus dem Sitz und unterstützt das Becken. Eine Federung schützt beim Hinsetzen vor Stauchungen der Wirbelkörper.

Ganz wichtig bei der Auswahl des Stuhls ist, dass er individuell auf die persönliche Körpergröße einstellbar ist. Nicht nur die Höhe sollte variabel sein, sondern beispielsweise auch die Sitztiefe und der Winkel zwischen Sitzfläche und Lehne. So wird eine möglichst optimale Einstellung für rückenfreundliches Sitzen erreicht. Um sich und seinen Rücken nach einem arbeitsreichen Tag zu regenerieren, sollte auch das Bett ergonomische Ansprüche erfüllen. Denn ein erholsamer Schlaf ist eine Grundvoraussetzung für das eigene Wohlbefinden, kann jedoch durch ein falsches Bett zur Ausnahme werden. Ausreichend Platz für verschiedene Schlafpositionen sowie die richtige Matratzenhärte sind wichtig, um ein ausgeglichenes Maß an Bewegung auch in der Nacht zuzulassen. Sowohl sehr harte als auch sehr weiche Matratzen tragen nicht zur Erholung im Schlaf bei. Wie so oft ist der goldene Mittelweg der Richtige. Die Matratze sollte sich der Körperform anpassen, ohne einschränkend zu sein. Damit Sie beim Kauf neuer Möbel keine Fehler machen, lassen Sie sich in einem Fachgeschäft beraten.

Info: Zum Tag der Rückengesundheit am 15. März halten zahlreiche Aktionspartner umfangreiches Info-Material für Interessierte bereit. Mehr Infos hierzu und rund um das Thema Schmerz gibt es unter http://www.forum-schmerz.de. Das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) bietet außerdem jeden ersten Mittwoch im Monat von 16 bis 18 Uhr eine Telefonberatung mit erfahrenen Schmerztherapeuten unter der kostenlosen Rufnummer 0800/0112115 an.



Meine Woche

Frau am Steuer

Ja, es stimmt: Frauen sind „Quasselstrippen“. Sie hängen erheblich länger als Männer in der Leitung, um die Freundin zu trösten oder mit ihr über Gott und die Welt zu plaudern. Frauen haben auch nah am Wasser gebaut, vergießen sie doch fünfmal mehr Tränen als das so genannte starke Geschlecht. Und: Natürlich brauchen sie länger im Bad – nicht nur, dass sich Frauen zusätzlich stylen, sie duschen auch...

Unbestritten ebenso das berühmte weibliche Multi-Tasking. Doch in genau diesem Punkt hatte sich bei den Herren der Schöpfung ein gravierender Denkfehler eingeschlichen: Sie waren bislang der irrigen Meinung, Frauen könnten zwar Auto fahren und bügeln, aber nicht Auto fahren und einparken. Falsch. Wir können sogar rückwärts einparken und komplett ohne Beifahrer Auto fahren. Vor allem aber fahren wir unfallfreier. Und das, obwohl wir zugegebenermaßen bei jeder sich uns bietenden Gelegenheit in den Rückspiegel linsen, um den Lidschatten zu kontrollieren und die Lippen nachzuziehen!

Das ist längst amtlich und seit dem Weltfrauentag vor zwei Tagen wieder mal per Studie bestätigt. Von wegen also „Frau am Steuer“. Nun macht wenigstens auch der „Weltfrauentag“ Sinn. Irgendwie wussten wir Frauen ja auch nie, was an diesem denkwürdigen Tag genau zu tun ist. Sollen wir feiern? Geschenke einfordern? Uns beklagen, oder was? Nein, am besten geben wir einfach Gas und düsen allen Vorurteilen davon!

Herzlichst

Ihre

Ute Teubner

Schreiben Sie uns, wie Ihre Woche war – wir freuen uns über Ihre Zuschrift!


WOCHEN-KURIER
Stichwort „Meine Woche“
Märzgasse 20
69117 Heidelberg
mailto:redaktion@wochen-kurier.de